Alles zu laut  —  Remo Rome Jetzt kaufen →
Alles zu laut – Buchcover
Roman · Ab 14 Jahren

Mila hat nie zugeschlagen.
Sie hat nur nie aufgehört
zu lachen.

Ein Roman über die Stille,
die schuldig macht —
und die eine Entscheidung,
die alles verändert.

Weiterlesen

Kein Schlagen. Kein Schreien.
Nur ein Lachen zur falschen Zeit.

Mila ist 15. Sie ist weder Täterin noch Heldin. Sie ist diejenige, die immer schon weiß, wenn etwas falsch läuft — und trotzdem nichts sagt. Weil Schweigen einfacher ist. Weil Schweigen dazugehören bedeutet.

Leo ist der Junge, über den alle lachen. Nicht laut. Nicht grausam. Nur — täglich.
Im Klassenchat. Im Flur. In dem kleinen Raum zwischen Witz und Ernst, in dem niemand Verantwortung übernehmen muss.

Bis Mila merkt: Wegsehen ist keine Unschuld. Wegsehen ist eine Entscheidung.

„Im Klassenchat läuft es täglich — Witze, Fotos, Kommentare, für die sich niemand entschuldigen muss. Weil sie ja „nur ein Witz“ waren.“

Aus dem Roman

Die Geschichte

Das schlimmste Mobbing ist das,
das keiner zugeben muss.

// Klassenchat 9b
Jannis[Foto von Leo im Flur] Hat jemand Brandt gesehen? 😂×4
BenniBrandt analysiert wahrscheinlich sogar Luft 😭×6
NeleSag mir, dass das nicht derselbe Pulli ist wie letzte Woche
JannisEr war heute wieder als Letzter in der Umkleide. Damit keiner guckt lol
MilaVielleicht hat er zwei davon
Nele😂😂
Bennioder keinen Spiegel
Dreiundachtzig neue Nachrichten. Mila scrollt durch.

Mila schlägt nicht, beleidigt nicht, hetzt nicht. Sie lacht manchmal mit. Sie tippt manchmal eine Antwort und schickt sie nie ab. Sie schaut weg. Jeden Tag.

Jeden Tag passiert Leo dasselbe: heimlich aufgenommene Fotos, Kommentare, die harmlos klingen, Witze, für die man sich nicht entschuldigen muss. Niemand nennt es Mobbing. Es ist ja nur die Klasse, die Spaß macht.

Das Gymnasium West ist ein Ort, an dem alle gesehen werden — und genau deshalb so gefährlich:
Wer schweigt, gehört dazu.

Mila weiß schon lange, dass das kein Witz ist.

Aber Wissen ist nicht dasselbe wie Handeln.

Und Schweigen ist keine Unschuld.

Leseprobe — Erstes Kapitel

Der Montag begann, wie Montage an der West meistens begannen: mit zu wenig Schlaf und dem Klassenchat, der sich über Nacht gefüllt hatte. Dreiundachtzig neue Nachrichten.

Mila öffnete ihn nicht wirklich. Sie überflog, setzte ein Herz da, wo ein Herz harmlos wirkte, ein lachendes Emoji da, wo Lachen nicht wehtun würde — und blieb still.

„Du guckst schon wieder, als wärst du Geschäftsführerin von irgendwas.“ Nele stand plötzlich neben ihr, die Haare noch feucht, das Lächeln schon fertig. An Nele sah morgens nie etwas zufällig aus.

Mila lachte.

Warum sie das tat, wusste sie selbst nicht mehr.

Das war Seite 1.

Was dieses Buch besonders macht
01

Mila schlägt nicht. Sie hetzt nicht. Sie lacht einfach mit — und schaut weg.

Du kennst das. Du warst das.

02

Kein einziger Schlag. Kein einziges böses Wort.

Nur ein Foto. Ein Witz. Ein Schweigen.
Täglich. Von allen. Für niemanden.

03

Leo hätte jeder sein können.

Mila auch.

Du auch.

Wer sieht dich,
wenn alle wegsehen?

Alles zu laut — Remo Rome · Als eBook und Taschenbuch

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